Teil 1-9: Warum Diäten nicht funktionieren und …

… was Sie vom Buddhismus & Sex lernen können!

 

Diäten zu folgen ist wie den ausgetretenen Weg eines anderen zu gehen. Diäten nehmen uns die Verantwortung ab, sie geben oft Antworten auf Fragen, die wir nicht stellen. Sie verführen uns an das schnelle Glück zu glauben. Sie versprechen uns die Abkürzung zu schlanker Figur, Wohlbefinden und Fitness. Im Food-Coaching gibt es keine Essenspläne, keine Verbote und keine Kalorien-Tabellen.

 

Im Coaching-Prozess geht es vielmehr darum, wieder in Kontakt zu den eigenen Empfindungen zu      treten. Es geht darum, wahrzunehmen, was wir essen und wie wir uns danach fühlen. Essen ist hierbei viel mehr als die reine Nahrungsaufnahme. Essen steht im besten Fall für Genuss. Essen kann genauso gut ein Spiegel unserer Stimmungen sein.

 

Erwiesenermaßen können Stress und Schlafmangel allein schon dick machen. Wir können durch unseren Lebensstil aktiv unsere Hormonversorgung gestalten. Damit beeinflussen wir nicht nur unser Hunger- und Sättigungsgefühl sowie mögliche Heißhungerattacken, sondern auch unsere Leistungsfähigkeit und unser Glücksempfinden. Auch im Food-Coaching gibt es ein paar Regeln bzw. Tipps für günstiges und weniger günstiges Essen.

 

Kurz und knapp zusammengefasst, ist frisches, möglichst unverarbeitetes Essen sehr zu empfehlen. Abwechslungsreich sollte ihr Speiseplan aussehen, bunt und zu einem Großteil aus pflanzlichen Lebensmitteln zusammen gestellt. Konkrete Vorgaben sind jedoch meist der wesentlich kleinere Anteil in der gemeinsamen Arbeit zwischen Klient und Coach. Das Wichtigste sind Sie selbst! Wenn Sie bewusst wahrnehmen, was Ihnen gut tut, wenn Sie dafür sorgen, dass Sie das kriegen, was Ihnen gut tut und wenn Sie das, was Sie bekommen genießen und Spaß dabei haben, sind Sie auf einem guten Weg. Ein Food-Coach kann Sie dabei unterstützen, wie eine Hebamme die werdende Mutter bei einer Geburt. Er holt das Beste aus Ihnen raus, was sowieso in Ihnen steckt!

 

Mit diesen einfachen Regeln haben Sie gute Chancen, abzunehmen, fitter zu werden oder sich rund herum wohl zu fühlen:

  1. Essen Sie energiemoderat und vitalstoffreich – viel hilft viel!
  2. Essen Sie frisch und unverarbeitet – warum nicht von wilden Tieren lernen?
  3. Essen Sie bunt und abwechslungsreich – auch Currywurst ist manchmal richtig!
  4. Genießen Sie mit Maß und allen Sinnen – wer verzichtet, verzagt!
  5. Achten Sie auf das richtige Timing – Kairos schlägt Chronos!
  6. Bleiben Sie in Bewegung – den Körper fordern, Leidenschaften wecken!
  7. Schulen Sie Ihre Selbstwahrnehmung und Achtsamkeit – und reiten Sie Ihren Tiger!
  8. Schalten Sie mal alles ab – auch Schlafmangel und Stress machen dick!
  9. Übernehmen Sie die Verantwortung und haben Sie Spaß!

 

Immer wieder werde ich gefragt, was denn nun eigentlich „gutes oder eben gesundes Essen“ ist. Mir bleibt der oftmals süffisante Unterton nicht verborgen. Die meisten Menschen haben ein tiefes Bedürfnis nach Fitness und Wohlbefinden und wünschen sich sehnlichst die Wunderwaffe gegen Falten und die Abkürzung auf dem Weg zur schlanken Figur und ewigen Fitness. Gleichzeitig ist es ihnen wichtig, als Individuum wahrgenommen zu werden, was sich natürlich auch in einem speziell für sie entworfenem Essenplan ausdrücken soll, den man im Zweifel aber  wieder verwirft, weil Regeln gänzlich gegen unseren Freiheits- und Genussdrang verstoßen … und sie haben Recht:

Jenseits von allen Diäten gibt es zwar nur wenige allgemeingültige Regeln, was gutes Essen ist – aber es gibt sie. Wir müssen diese Regeln nicht immer einhalten, damit es uns gut geht und gutes Essen ist nicht für jeden gleich. Das Geheimnis liegt sowieso ganz woanders, doch dazu später mehr…

 

Ganz ohne Regeln geht es auch nicht

Zunächst möchte ich Ihnen ein paar einfache Grundsätze zur gesunden Ernährung liefern und Eines möchte ich an dieser Stelle vorweg nehmen: Wenn Sie ab heute gut essen möchten, dann betrachten Sie zu etwa 20%, was sie essen und zu 80% wie und warum Sie essen.

Also, was ist nun „Gutes Essen“? Gutes Essen tut uns gut, unterstützt unsere Gesundheit und Vitalität und nicht zuletzt unsere Leistungsfähigkeit.

 

Regel 1: Vitalstoffreich und energiemoderat – viel hilft viel!

Wenn Sie vitalstoffreich und energiemoderat essen und trinken, versorgen Sie sich im Verhältnis zu den aufgenommenen Kalorien mit möglichst vielen Vitalstoffen, d.h. lebensnotwendigen Vitaminen und Mineralstoffen  sowie mit gesundheitsfördernden Ballast- und sekundären Pflanzenstoffen. Gerade Letztere kommen vorzugsweise in Obst, Gemüse und Getreide vor.

Ungünstig sind die sogenannten leeren Kalorien. Beispiel: Eine Tafel Schokolade enthält viel Zucker und Fett, insgesamt etwa 600 Kalorien (kcal). Diese Kalorien sind jedoch „leer“, d. h. eine Schokolade enthält wenige Vitalstoffe. Für die gleiche Menge an Kalorien könnten Sie fast drei Kilogramm Tomaten oder ein  Kilo Äpfel essen! Die sogenannte Vitalstoffdichte ist bei Obst und Gemüse durchschnittlich am höchsten. Daher lässt sich eine einfache Regel ableiten: Essen Sie etwa drei Viertel pflanzliche Lebensmittel und ein Viertel tierische Lebensmittel.

 

Haben Sie Lust auf ein kleines Experiment?

Sie können sich z.B. beim Bäcker zwei belegte Brötchen kaufen, wobei sich vermutlich neben Käse oder Wurst häufig Butter, Mayonnaise oder Remoulade auf Ihrem Brötchen findet. So nehmen wir schnell unseren Tagesbedarf an Fett schon mit dem Frühstück auf. Zum Bäcker gehen, Produkt auswählen und bezahlen dauert dabei ca. 5-10 Minuten.

In der gleichen Zeit haben Sie zu Hause vorzugsweise ein Vollkornbrötchen o.ä. belegt und mit frischen Zutaten aufgewertet. Sie können Spinat- oder Salatblätter, Sprossen oder ein Stück frische Paprika auf ihr Brot legen, bis es einem Burger gleicht. Und wenn Sie dann noch ein paar frische Zutaten zu ihrem Brötchen essen, wie z.B. Tomate, Gurke, Champignons, Oliven oder Peperoni, werden Sie überrascht sein, wie schnell ihre Mahlzeit an Wert gewonnen hat. Auch ein Stück Obst wie Apfel oder Nektarine schmeckt sehr gut zu einem Butterbrot. Oder ein Glas Orangensaft.

Vielleicht stellen Sie fest, dass Ihnen plötzlich ein Brötchen statt zwei reicht und dass Ihre neue Mahlzeit viel bekömmlicher und leichter ist. Vielleicht hat es Ihnen auch viel besser geschmeckt, weil Ihr Frühstück vielseitiger ist und mehr Geschmacksknospen angeregt hat?

Das Einzige was Sie für diese Mahlzeit brauchen, ist Ihr Lieblingsbelag, Vollkornbackwaren und ein kleiner Vorrat an Ihrem Lieblingsgemüse. Wenn Sie beim Einkaufen darauf achten, ist Ihr gesundes und leckeres Frühstück in 5 Min. fertig und Sie haben reichlich Vitalstoffe getankt.

 

Regel 2: Essen Sie frisch und unverarbeitet – warum nicht von wilden Tieren lernen?

Hartnäckig hält sich das Gerücht „Kartoffeln machen dick“. 100 Gramm Kartoffeln enthalten gerade mal 70 kcal, währenddessen die verarbeiteten Alternativen wie Püree, Pommes Frites und Chips das bis zu 8-fache an Energie enthalten. Wesentlich für die Qualität eines Lebensmittels ist also neben den eingesetzten Rohstoffen die Zubereitung und Verarbeitung. Blicken wir einmal zurück: Vor weit weniger als hundert Jahren haben wir uns von frischen oder eingemachten Grundnahrungsmitteln ernährt. Zivilisationskrankheiten waren damals beim Menschen genauso wenig ein Thema wie unter frei lebenden Tieren. Der riesige Markt an Fertiglebensmitteln, den sogenannten Convenience-Produkten ist noch recht jung und steht zudem in Verdacht, mitverantwortlich für die rasant wachsende Zahl an Lebensmittelunverträglichkeiten zu stehen. Dabei ist Convenience nicht immer schlecht. Ein Tiefkühlspinat ist beispielsweise von besserer Qualität als ein frischer Spinat, der bereits mehrere Tage gelagert ist. Es kommt also auf die verwendeten Zutaten an.

 

Tipp: Achten Sie daher aufs Etikett und meiden Sie Produkte mit einer langen Liste an Zusatzstoffen, viel Fett und Zucker – Übrigens: die Endung – ose wie bei Maltose oder Saccharose weist immer auf Zucker hin. Einige Hersteller verwenden mehrere unterschiedliche Zucker, so dass es für den Verbraucher schwer zu erkennen ist, wie viel Zucker tatsächlich im Produkt steckt.

 

Wieder ein kleines Experiment für Sie:

Sie sind gerade erschöpft nach Hause gekommen und möchten nur noch auf dem Sofa entspannen? Das letzte, was Sie jetzt möchten, ist länger in der Küche stehen? Das kann ich gut verstehen. Aber: Ob Sie sich eine Fertigpizza oder eine frische Gemüsesuppe machen, in beiden Fällen brauchen Sie 15-20 Min. Einziger Vorteil ist, dass Sie in der Zeit, in der die Fertigpizza im Ofen ist, etwas anderes machen können – z.B. entspannen. Aber: Wenn Sie Produkte essen, nach denen Sie in ein Leistungstief fallen, löst sich Ihr vermeintlicher Zeitvorteil schnell in Luft auf. Denn nach einer frischen, leicht bekömmlichen Mahlzeit brauchen Sie kein Nickerchen, sondern können z.B. Ihre Freizeit mit neuer Energie aktiv gestalten und sich bewusst etwas Gutes tun. Und wenn es unbedingt Pizza sein muss: wie wäre es, sich eine Pizza zu teilen und dazu einen schönen Salat oder etwas Rohkost zu essen?

 

Regel 3: Bunt und abwechslungsreich – auch Currywurst ist manchmal richtig!

Die Agrarwissenschaftlerin Dr. Helga Buchter-Weisbrodt sagt vom Apfel: Die enthaltenen Phenolverbindungen wie Flavonoide und Phenolsäuren können einem Herzinfarkt vorbeugen. Weiter wird dem Apfel nachgesagt, er stärke das Immunsystem und wirke sich positiv auf die Haut aus, außerdem sei er hilfreich bei Gelenkschmerzen und könne bei der Abwehr von freien Radikalen helfen. Der Katalog positiver Wirkungen von Äpfeln ist mindestens so lang wie die nachgewiesenen Inhaltsstoffe. Das Schöne: Jedes Lebensmittel (Mittel zum Leben) kann mit einer Vielzahl von Vitalstoffen und entsprechenden Wirkungen punkten – aber ganz ehrlich, wer will sich das alles merken? Gut versorgt sind Sie in der Regel, wenn Sie vielseitig von jeder Lebensmittelgruppe essen. Wenn Sie auf Ihrem Teller vorzugsweise braune Farben sehen, eben nur Brot, Nudeln, Schokolade, Fleisch, etc. ist das weder appetitlich noch gesundheitlich günstig! Interessant wird eine Mahlzeit, wenn sie farbenfroh ist. Je bunter, desto besser! Zugegebenermaßen ist die Currywurst mit ihrem hohen Fett- und Zuckergehalt ein Stoffwechseltraining, welches Sie sich nicht täglich gönnen sollten, aber auch die können Sie mit frischen Zutaten kombinieren und damit Ihre Mahlzeit erheblich „aufpeppen“.

 

Tipp: was einfach ist, gelingt – Experimentieren Sie mit Ihrem eigenen Baukastensystem – am Beispiel Frühstück

Ein Teil vollwertige Kohlenhydrate wie Müsli oder Vollkornbrot

Ein Teil Obst oder Gemüse wie Apfel oder Gurke

Ein Teil Milchprodukte wie Milch oder Joghurt

Die Sorten können und sollen abwechseln, die Zusammenstellung bestimmen Sie! Das Baukastensystem eignet sich auch für alle anderen Mahlzeiten und erleichtert Ihnen den Überblick.

 

Regel 4-9 gerne auf Anfrage!

 

Literatur

 

 

 

 

 

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